Datenschutz und COVID-19

Abstract

Die anhaltende Ausbreitung des Corona-Virus zwingt Privatpersonen wie Unternehmen gleichermaßen dazu, geeignete Maßnahmen zur Eingrenzung der Pandemie zu ergreifen. Auch wenn datenschutzrechtliche Fragestellungen nicht im Fokus der Präventionsmaßnahmen stehen, sollte das Datenschutzrecht bei der Umsetzung solcher Maßnahmen nicht unberücksichtigt bleiben.

Insbesondere der Schutz der sensiblen Gesundheitsdaten, deren Verarbeitung durch Art. 9 DSGVO enge Grenzen gesetzt sind, wirft bei der Umsetzung der Präventionsmaßnahmen Fragen auf. Aber auch die Verarbeitung anderer personenbezogener Daten, die aufgrund der Corona-Pandemie benötigt werden, bedarf einer gesonderten Bewertung.

Viele Unternehmen haben zur weiteren Eindämmung der Pandemie und zur Aufrechterhaltung der betrieblichen Tätigkeit entschieden, Mitarbeiter im Home-Office arbeiten zu lassen. Dabei müssen Unternehmen nicht nur datenschutzrechtliche Fragestellungen, sondern auch die Sicherheit der Informationssysteme beachten und durch geeignete technische und organisatorische Maßnahmen die Integrität der IT-Systeme gewährleisten.